Detailaufnahme "deconstruction" 

„Blue Bones“ ist meine neueste Serie,
die Ende 2023 entstand und sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Sie thematisiert die ungesunden Muster und blinden Flecken unserer Wahrnehmung,
die durch die übersteigerte Geschwindigkeit und den Druck unserer modernen Gesellschaft entstehen.
Der Begriff „blue bones“ bezieht sich im Umgangssprachlichen auf blaue Flecken,
die durch Atrophie entstehen, also den Verlust von Funktion oder Gewebe.
Diese Metapher übertrage ich auf die psychische Ebene,
um auf die Auswirkungen der gesellschaftlichen Beschleunigung und Überforderung hinzuweisen. Diese Entwicklung, die sowohl Chancen als auch Gefahren birgt,
führt dazu, dass wir in der Flut an Informationen, die uns täglich erreichen,
oft den Kontakt zu uns selbst und zur Natur verlieren.

Detailaufnahme "Panther"

In der Überlastung entstehen „blinde Flecken“
.Bereiche unseres Lebens, die wir aus der Überforderung heraus
nicht mehr richtig wahrnehmen oder verdrängen.
Ähnlich wie ein Muskel, den wir nicht trainieren und der dadurch verkümmert,
wird auch unser Bewusstsein durch die ständige Vernachlässigung wichtiger psychischer „Muskeln“ wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Selbstreflexion beeinträchtigt.
Die biomorphen Formen und changierenden Farben in dieser Serie spiegeln diese Entfremdung wider und betonen, dass alles aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann.
„Blue Bones“ fordert den Betrachter auf, sowohl die Fehler
als auch die Stärken des Lebens zu akzeptieren.
Nur durch das Anerkennen unserer Unvollkommenheit
können wir sowohl als Individuen als auch als Gesellschaft wachsen.

Detailaufnahme "mother.nature#1

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltungen und Konflikte zunehmen,
plädiert „Blue Bones“ für mehr Zusammenhalt.
Wir müssen lernen, unsere Fehler zu akzeptieren und mit ihnen zu arbeiten,
um Lösungen für die dringendsten Herausforderungen unserer Zeit zu finden, sei es der Klimawandel, wachsender Extremismus oder soziale Ungerechtigkeit.
„Blue Bones“ ist eine Einladung, uns von Perfektionszwängen zu befreien
und das Unvollkommene als Teil des Ganzen zu betrachten.
Nur so können wir in einer immer komplexer werdenden Welt wieder echte Verbindung und Verständnis füreinander finden. 
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